Kraul Atmung / Atemtechnik
Das Kind schwimmt mindestens 10 Meter Kraulbeinschlag mit Atmung auf der Seite. Ein Arm ist nach vorne gestreckt, der andere liegt am Körper. Während der Übung wird mindestens dreimal auf der Seite geatmet, wobei bei jeder Atmung eine Schulterrotation erfolgt. Diese Übung fördert die korrekte Kraulatmung.
Vorbereitende Übungen

Hände unten / nur auf die Seite drehen
Bei dieser Übung dreht sich das Kind um 90 Grad in beide Richtungen, aus der Bauch- und Rückenlage. Die Hände bleiben seitlich am Körper. Anschließend folgt eine vollständige Drehung mit beibehaltener Handposition. Dies hilft, die Wasserlage auf dem Rücken zu korrigieren und erleichtert die Rückkehr zur Ausgangslage. Der Richtungswechsel fördert die Körperkontrolle im Wasser.

Mit Brett
In dieser Übung wird die Drehung mit einem Schwimmbrett oder alternativ einem Pull Buoy geübt. Das Brett gibt Auftrieb und hilft, nach der Drehung eine stabile Wasserlage zu finden. Es verhindert zudem, dass das Gesicht unter Wasser bleibt. Die Drehung auf den Rücken erfordert eine stärkere Körperrotation, um das Brett mitzuführen. Diese Übung trainiert gezielt diese intensivere Drehbewegung.

Flossen
Bei großen Wassergefühlproblemen, wenn das Kind Schwierigkeiten mit dem Beinschlag hat trotz gestreckter Beine und lockeren Füßen, empfehle ich die Übung mit Flossen. Diese erleichtern die korrekte Fußstellung durch eine stärkere Reaktion des Wassers. Beginnen Sie mit einer Matte und einem Schwimmbrett. Verwenden Sie Kurzflossen, die nur wenig länger als der Fuß sind, da die Fußbewegung mit Langflossen anders ist und weniger geeignet ist.
Häufige Fehler

Atmung auf der Seite ohne Rotation
Viele Kinder begreifen zwar, dass die Seitenatmung zentral für diese Übung ist, jedoch verstehen sie nicht, dass man dafür die Schulter rotieren muss. Das resultiert dann darin, dass das Kind im Ansatz nach vorne atmet und den Kopf anhebt, jedoch versucht den Kopf auf die Seite abzudrehen, in dem es einfach auf die Seite schaut. Diese Art sieht sehr unnatürlich aus und schadet der Wirbelsäule auf lange Zeit. Auch hier ist Kommunikation zentral. Vor allem wenn Sie die obigen vorbereitenden Übungen schon mehrmals erfolgreich durchgemacht haben, sollte das Kind eigentlich in der Lage sein den Körper zu rotieren. Aus diesem Grund können Sie auch die Notwendigkeit der Schulterrotation nicht oft genug erwähnen.
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Atmung nach vorne
Viele Kinder begreifen die Notwendigkeit der Schulterrotation nicht. Zudem sind sie es sich aus vorherigen Übungen wie zum Beispiel dem Motorboot gewöhnt, nach vorne zu atmen. Dieser Fehler kann an schlechter Kommunikation liegen. Die Kinder verstehen nicht, dass die Seitenatmung der ausschlaggebende Faktor der Übung ist. Aus diesem Grund können Sie die Notwendigkeit der Seitenatmung nicht oft genug erwähnen. Oder es kann natürlich auch daran liegen, dass sie es einfach nicht hinkriegen. Dafür helfen die oben genannten Übungen.